BÜHNENERFAHRUNG
Vom Studio auf die Bühne
An der Salzburg Academy for Dance Arts (SADA wird Performance nicht als abschließende Präsentation oder optionales Zusatzangebot verstanden, sondern als wesentlicher Bestandteil einer professionellen Tanzausbildung.
Über alle Programme hinweg arbeiten Tänzer:innen in strukturierten Probenprozessen, technischer Vorbereitung und öffentlichen Aufführungskontexten, die realen professionellen Arbeitsbedingungen entsprechen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem, was auf der Bühne gezeigt wird, sondern ebenso darauf, wie sich Tänzer:innen vorbereiten, zusammenarbeiten, proben und während des gesamten kreativen und produktiven Prozesses Verantwortung übernehmen.
Performance bei SADA fungiert als Lernumgebung – ein Rahmen, der künstlerische Entwicklung, professionelles Bewusstsein und fundierte Entscheidungen über die nächsten Schritte im tänzerischen Werdegang unterstützt.
Performance als Teil der Ausbildung
Das Performance-Konzept von SADA ist darauf ausgerichtet, Tänzer:innen in folgenden Bereichen zu fördern:
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Technische Klarheit unter Aufführungsbedingungen
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Künstlerische Verantwortung im Ensemble- und Solokontext
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Professionelle Probendisziplin und Kontinuität der Arbeit
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Bewusstsein für Bühnenraum, Timing und technische Umgebungen
Aufführungen sind fest in die pädagogische Struktur der jeweiligen Programme eingebettet und an klar definierte Lernziele gekoppelt – sie werden nicht als isolierte Ereignisse behandelt.
Öffentliche Theateraufführungen
SADA Dance Gala „Spotlight“
Ein zentrales Element der Performance-Aktivitäten von SADA ist die jährliche SADA Dance Gala „Spotlight“, die als öffentliche Theateraufführung unter vollständigen technischen Bedingungen präsentiert wird.
Dazu gehören:
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Professionelle Theaterstätten
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Vollständige Licht-, Ton- und Bühnenmanagement-Infrastruktur
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Strukturierte Proben- und Technikpläne
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Ensemblearbeiten sowie ausgewähltes Solomaterial, das während des Programms entwickelt wird
Die Teilnahme an der Dance Gala ist ein verpflichtender und integraler Bestandteil der entsprechenden Programme und stellt den Höhepunkt des Proben- und Ausbildungsprozesses dar.
Repertoire, Kreation und Probenpraxis
Die Performance-Arbeit bei SADA umfasst – abhängig vom Programmkontext und der fachlichen Leitung – sowohl repertoirebasierte als auch kreationsorientierte Prozesse.
Teilnehmende arbeiten an:
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Von Dozierenden geleiteten Kreationsprozessen während der Ausbildungsphase
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Probenbasierter Entwicklung von Ensemble- und Solomaterial
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Einführung in professionelle Probenstrukturen und -erwartungen
Wo sinnvoll und vorbehaltlich der Zustimmung der Lehrenden können Tänzer:innen innerhalb des Programmrahmens auch selbst entwickelte oder extern choreografierte Arbeiten präsentieren.
Programmspezifische Performance-Kontexte
Phoenix – Summer Dance Intensive
Phoenix integriert Performance als fokussierte pädagogische Erfahrung und nicht als kurzfristiges Workshop-Ergebnis.
Teilnehmende:
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Trainieren in einem Company-ähnlichen Probenrhythmus
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Erarbeiten ausgewähltes Repertoire und Aufführungsmaterial
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Treten in einem vollständig ausgestatteten öffentlichen Theater auf
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Sammeln unmittelbare Erfahrungen unter professionellen Bühnenbedingungen
Die öffentliche Aufführung bildet die Abschlussphase des Intensivprogramms und ist fest in die Gesamtstruktur der Ausbildung eingebunden.
Professionelles Programm (Vollzeit)
Im Vollzeit-Professional-Programm wird Performance als fortlaufender Entwicklungsprozess verstanden.
Tänzer:innen arbeiten an:
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Repertoire- und Kreationsprojekten entsprechend ihrem individuellen Ausbildungsweg
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Aufführungsbezogener Studioarbeit und Probenpraxis
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Schrittweiser Heranführung an öffentliche und halböffentliche Präsentationen
Die Performance-Aktivitäten werden in Bezug auf das individuelle Trainingsprofil koordiniert, wobei gemeinsame künstlerische Standards innerhalb der Gruppe gewahrt bleiben.
Unterricht auf Basis professioneller Praxis
Die Performance-Ausbildung bei SADA wird von einer Lehrendenstruktur getragen, deren Unterricht auf aktueller professioneller Praxis basiert und nicht ausschließlich auf akademischer Lehre.
Die Lehrenden bringen unmittelbare Erfahrung aus professionellen Aufführungs-, Proben- und Produktionskontexten mit, verbunden mit kontinuierlicher Auseinandersetzung mit Tanzpädagogik und didaktischer Weiterentwicklung. Dadurch wird gewährleistet, dass technisches Training und künstlerische Begleitung daran orientiert sind, wie Tanz in realen Arbeitsumfeldern funktioniert – nicht nur im Unterrichtsstudio.
Für Tänzer:innen bedeutet das:
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Feedback aus praktischer Bühnen- und Probenerfahrung
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Künstlerische Anleitung, die aus realen Produktionsprozessen hervorgeht
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Pädagogische Klarheit zur Unterstützung nachhaltiger, langfristiger Entwicklung
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Unterrichtsansätze, die professionelle Erwartungen mit klarer Ausbildungsstruktur verbinden
Diese Integration spiegelt SADA’s Anspruch wider, Tänzer:innen auf die Realitäten zeitgenössischer Tanzpraxis in Salzburg und im umliegenden professionellen Umfeld vorzubereiten.
Internationale Performance-Erfahrung
Oper Brașov (Rumänien)
Über Salzburg hinaus erhalten ausgewählte Tänzer:innen von Dance Vision Salzburg und SADA die Möglichkeit, praktische Performance-Erfahrung durch internationale Kooperationen zu sammeln – unter anderem in Proben- und Bühnenzusammenhängen an der Oper Brașov (Rumänien).
Diese Engagements ermöglichen Einblicke in:
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Professionelle Arbeitsumgebungen eines Opernhauses
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Interkulturelle Proben- und Produktionskontexte
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Anpassung an neue Bühnen, Zeitpläne und künstlerische Erwartungen
Solche Erfahrungen unterstützen Tänzer:innen dabei, professionelle Aufführungsrealitäten über ihren primären Ausbildungsort hinaus zu verstehen.
Über das Tanzen hinaus: Verständnis von Produktionsprozessen
Auch wenn der Schwerpunkt auf der tänzerischen Ausbildung liegt, legt SADA Wert darauf, dass Tänzer:innen ein Verständnis für das erweiterte Aufführungsumfeld entwickeln.
Dazu zählen:
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Probenplanung und Prozessbewusstsein
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Bühnenaufteilung und technisches Timing
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Einführung in professionelle Produktionsabläufe
Diese Einblicke fördern das Verständnis für die kollaborativen und logistischen Realitäten professioneller Aufführungskontexte.
Räumlichkeiten und Arbeitsbedingungen
Der Fokus liegt auf der Bereitstellung hochwertiger professioneller Trainings- und Aufführungsumgebungen, darunter:
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Professionelle Tanzstudios mit Schwingboden
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Zugang zu voll ausgestatteten Theaterbühnen für öffentliche Aufführungen
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Technische Licht- und Bühneninfrastruktur
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Strukturierte Proben- und Produktionspläne
Diese Rahmenbedingungen ermöglichen Training und Auftritte in Umgebungen, die der professionellen Praxis sehr nahekommen, bei gleichzeitiger Flexibilität und Eigenständigkeit außerhalb der offiziellen Programmzeiten.
Performance als Vorbereitung auf den nächsten Schritt
Performance bei SADA wird als Lernprozess verstanden – ein Prozess, der sowohl künstlerisches Wachstum als auch professionelle Handlungsfähigkeit unterstützt.
Durch strukturierte Bühnenpraxis gewinnen Tänzer:innen Einblicke in:
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Die Anforderungen leistungsorientierter Aufführungsarbeit
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Das Verhältnis zwischen Studiotraining und Bühnenpräsentation
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Professionelle Erwartungen innerhalb von Proben- und Produktionskontexten
Dieser Ansatz befähigt Tänzer:innen, fundierte Entscheidungen über ihre künstlerische und berufliche Weiterentwicklung über die Akademie hinaus zu treffen.